Gesunde Augen. Ein Leben lang. Heute im Blickpunkt: Ihre Fragen an den Profi.

Im Blickpunkt: Unser leitender Arzt Dr. medic Sebastian Tudor beantwortet Ihre Fragen.

Rund um das Thema Augengesundheit gibt es sehr viele Fragen und Unsicherheiten. Wir haben für Sie die häufigsten zusammengefasst und unseren leitenden Arzt Dr. Sebastian Tudor gebeten, diese zu beantworten. Wenn Sie sich also rund ums Thema gesunde Augen interessieren, dann sollten Sie unbedingt diesen Artikel lesen.

Gesunde Augen. Ein Leben lang. Heute im Blickpunkt: Ihre Fragen an den Profi.
Seit August 2020 ist Dr. medic. Sebastian Tudor der leitende Arzt für Augenheilkunde im Augenzentrum Watt. Zeit also, ihm einige brennende Fragen zu stellen, die immer wieder von Patienten gefragt werden.

Dr. medic. Sebastian Tudor - Leitender Arzt Augenzentrum Watt

Sebastian Tudor studierte Humanmedizin, arbeitete als Assistenzarzt und später als Facharzt für Augenheilkunde in Deutschland. 2017 kam er in die Schweiz und ist seit August 2020 unser Chefarzt. 

Seine Spezialgebiete:

Er spricht Deutsch, Italienisch, Englisch und Rumänisch.

Fragen an den Profi – und klare Antworten.
Die nachfolgenden Fragen wurden uns schon häufig gestellt. Allgemeine Fragen zum Thema Augengesundheit, aber auch solche mit spezifischem Charakter. Dr. Tudor hat sich die Zeit genommen, Ihnen diese Fragen so zu beantworten, dass Sie danach den Durchblick haben.

Was schadet den Augen am meisten?
«Ganz generell: zu viel UV-Licht. Besonders schädlich ist Sonne in Verbindung mit Schnee. Darum immer Sonnenbrille auf. Auch übermässiger Nikotin- und Alkoholkonsum sind schlecht, da sie der Durchblutung des Auges schaden. Bluthochdruck und Diabetes wirken sich ebenfalls negativ aus. Hier empfiehlt sich ein regelmässiger Besuch beim Augenarzt. Was wir auch häufig beobachten ist die falsche Handhabung von Kontaktlinsen. Zu langes Tragen oder schlechte Pflege fördern nämlich das Infektionsrisiko.»

Was sind die häufigsten Augenkrankheiten?
Sehr oft treffen wir folgende Krankheitsbilder an:

  • Grauer- und Grüner Star
  • Bindehautentzündungen
  • Hornhautentzündung
  • Erkrankungen der Netzhaut
  • Altersbedingte Makuladegeneration (AMD). Also die Veränderung der Netzhaut, bei der die Stelle des schärfsten Sehens beschädigt wird
  • Netzhautablösung
  • Trockene Augen

 Ist eine Sehschwäche vererbbar?
«Ja, tatsächlich sind viele Sehschwächen vererbbar. Wir haben viele Kinder bei uns in Behandlung deren Eltern bereits kurzsichtig sind. Und es ist erwiesen, dass Kinder kurzsichtiger Eltern nachweislich ein erhöhtes Risiko haben auch kurzsichtig zu werden. Kurzsichtigkeit wird aber auch durch andere Faktoren begünstigt – wie zu häufiges Nahsehen durch Smartphones und wenig Tageslicht. Auch die Hornhautverkrümmung ist meistens erblich bedingt, kann aber auch durch Verletzungen oder Infektionen verursacht werden. Ebenfalls ist Farbenblindheit in den meisten Fällen von der früheren Generation weitervererbt.»

 Ich sitze stundenlang am PC. Schadet das den Augen?
«Auch wenn diese Situation natürlich oft nicht vermeidbar ist, sie ist auf jeden Fall nicht gut. Denn schauen wir über längere Zeit mit der immer gleichen Distanz auf den Bildschirm, kann es zu brennenden oder ausgetrockneten Augen kommen. 
Mein Tipp: Verwenden Sie qualitativ gute Bildschirme (hohen Kontrast einstellen) und entlasten Sie Ihre Augen ab und zu, indem Sie vom PC weggehen, in die Weite schauen oder einfach kurz die Augen schliessen. Übrigens: Es gab hierzu auf unseren Social Media Kanälen einen interessanten Post.»

Man sagt, Rüebli seien gesund für die Augen. Stimmt das und kann man grundsätzlich mit der Ernährung die Augengesundheit beeinflussen?

Karotten unterstützt ein gesundes Auge
«Eine gesunde Ernährung hilft auf jedem Fall. Bei zu wenigen Vitaminen kann es zu Mangelerscheinungen kommen, die eben auch zu Sehschwächen oder Zellstörungen führen. Auch hierzu haben wir einen interessanten Post auf unseren Social Media Kanälen

Wenn Sie also Ihre Kids wieder einmal fürs Gemüse-Essen motivieren müssen, dürfen Sie ruhig das Argument «Rüebli sind gut für deine Augen» ins Feld führen. Denn Rüebli enthalten Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A, und dieses ist für ein ungetrübtes Sehvermögen zuständig. Aber bitte nicht falsch verstehen: Häufiger Karottenverzehr kann weder das Sehvermögen steigern noch Sehschwächen heilen.»

Kann jeder eine Augenlaserbehandlung machen, um die Brille loszuwerden?
«Vorweg, eine Augenlaserbehandlung ist die ideale Alternative zur Brille oder Kontaktlinse. Für ein perfektes Ergebnis müssen aber bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Aus Erfahrung weiss man, dass Interessierte mindestens 18 Jahre alt sein sollten, da sich das Auge vorher noch im Wachstum befindet. Ausgeschlossen sind Menschen mit Vorerkrankungen wie Grauer oder Grüner Star, Schwangere oder Frauen, die stillen. Ausserdem muss die Hornhaut eine gewisse Dicke aufweisen und die Sehschwäche in einem bestimmten Dioptrien-Bereich liegen. Neben all diesen Voraussetzungen ist ein Faktor aber besonders wichtig: Man muss von einem Lasereingriff überzeugt sein und Brillen oder Kontaktlinsen als klare Einschränkung im Leben sehen.

Nicht zu vergessen: Jeder Lasereingriff birgt ein kleines Risiko. Komplikationen bei solchen Operationen kommen selten vor, können aber nie vollkommen ausgeschlossen werden. Übrigens bieten wir - zusammen mit unseren medizinischen Partnern, dem Augenzentrum Kiener und der Chirurgie Baregg - seit neustem auch Augenlaserbehandlungen an. Die Eingriffe werden mit modernster Lasertechnologie und von erfahrenen Laserspezialisten durchgeführt.»

Sind Kontaktlinsen schlecht für die Augen? 
«Eine richtig verordnete Kontaktlinse ist nie schlecht für das Auge. Bei uns entscheidet immer der Augenarzt zusammen mit dem Kontaktlinsenspezialisten, ob für den Kunden eine Linse überhaupt infrage kommt. Eines ist aber ganz sicher: Kontaktlinsen bieten mehr Freiheiten als eine Brille. Sie sitzen sicher, stören und verrutschen nicht, korrigieren Fehlsichtigkeit direkt auf dem Auge und bieten damit ein uneingeschränktes Blickfeld und eine bessere Sehschärfe.»

Linsen als Ersatz für die Brille

Was ist der Unterschied zwischen weichen und harten Kontaktlinsen?
«Harte Kontaktlinsen werden individuell angefertigt und sind vor allem für lange Tragezeiten geeignet. Die Haltbarkeit beträgt mindestens ein Jahr. Dabei dauert die Eingewöhnungszeit von formstabilen Kontaktlinsen etwas länger als die von weichen.

Weiche Kontaktlinsen liegen grossflächiger auf dem Auge auf und werden von den empfindlichen Lidern bedeckt. Unter grossen Linsen kann das Auge allerdings schlechter «atmen. Bezüglich der täglichen Tragezeiten stellen weiche Linsen daher einen Kompromiss dar und werden nach Verwendungsdauer differenziert.

Wie weiter oben erwähnt ist, ist eine kompetente Beratung entscheidend. Deswegen sind bei uns Menschen, die auf die Schnelle möglichst billige Kontaktlinsen suchen, an der falschen Adresse. Wir raten dringend davon ab, sich ohne Fachberatung z.B. im Internet Linsen zu kaufen. Das kann wortwörtlich ins Auge gehen.»

Warum sind regelmässige Untersuchungen der Augen auch ohne Beschwerden wichtig? 
«Sie kennen ja die alte Binsenweisheit «Vorsicht ist besser als Nachsicht». Und genau so ist es: Regelmässige Vorsorgeuntersuchungen der Augen sind ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Gesundheit des Auges. Die Check-ups dienen sowohl beim Kind als auch beim Erwachsenen zur Vorbeugung von Augenkrankheiten und zur Früherkennung und Beobachtung von angeborenen Erkrankungen.»

 Und wie steht es mit der Vorsorge bei Kindern?
«Wie bei Erwachsenen sind bei Kindern die häufigsten Sehfehler die Weit- oder Kurzsichtigkeit, eine Hornhautverkrümmung, Schwachsichtigkeit (Amblyopie) oder das Schielen. Zudem gibt es Augenfehlstellungen und Beschwerden der Augenvorderabschnitten und des Augenhintergrunds. Diese Sehschwächen lassen sich jedoch alle gut behandeln. Wichtig: Je eher man eine Sehschwäche erkennt, desto besser die Behandlungsmöglichkeiten. Kommen Sie deshalb rechtzeitig zu uns»

 Was ist eigentlich genau ein «Grauer Star»? Was kann man dagegen tun?
Grauer Star, auch Katarakt genannt, steht für eine immer stärker werdende Trübung der Augenlinse. Diese verschleiert den Blick schleichend: Das Sehen verschlechtert sich und bei nicht erfolgter Behandlung droht im Extremfall Blindheit. Viele Menschen ab dem 50. Lebensjahr leiden unter Grauem Star. So erstaunt es nicht, dass jährlich über 50’000 Kataraktoperationen in der Schweiz durchgeführt werden. Es ist also ein Routineeingriff, vor dem sich niemand fürchten muss.

Und da sind wir schon beim Thema, was man dagegen tun kann. Die einzige Methode, den Grauen Star wirkungsvoll zu behandeln, ist eine unkomplizierte Operation. Dabei wird die trübe Augenlinse entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt. Man unterscheidet dabei zwei Methoden: Die Standard-Methode mit Ultraschall und die Femtosekundenlaser-Methode, welche auf einer sanften und schnellen Hightech-Technologie basiert.

 

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